Flexkerben beim Laufschuh


 

Flexkerben beim Laufschuh – was gibt es zu beachten?

Eine wichtige, ergonomische Errungenschaft am Laufschuh sind die Flexkerben oder Flexionskerben. Sie machen den Laufschuh biegsam und erleichtern dadurch das Abrollen. Die Aussparungen in der Sohle erfüllen also durchaus einen Sinn und sind nicht nur unnütze Löcher, in denen sich lästige Steinchen festsetzen.

Foto von einem Jogger von unten mit Sicht auf die Sohle mit Flexkerben.

Laufschuh mit Profil

Die Aussensohle des Laufschuhs hinterlässt beim Joggen, Wandern und Spazierengehen ähnlich wie ein Fingerabdruck einen marken- und modelltypischen Abdruck. Gleichzeitig erlaubt der Abdruck, zumindest auf weichem Untergrund, Rückschlüsse auf den Gang des Läufers. Doch auch umgekehrt, zeigt der Sohlenabrieb Belastungsspitzen für den Fuss an.

Häufig liegt die grösste Belastung hinten aussen, im Fersenbereich des Schuhs. Hier wird der Verschleiss besonders deutlich sichtbar.

Es wäre jedoch ein Trugschluss aufgrund des seitlich verlagerten Abriebs auf eine krankhafte Fehlstellung wie die Supination zu schliessen. Tatsächlich ist es normal, dass der Fuss bei erhöhter Belastung, etwa beim Laufen und Springen, eine leicht supinierte Haltung einnimmt.

Um die Belastung beim Aufkommen möglichst gering zu halten, setzt zuerst der Fussaussenrand auf und erst dann wird nach vorne über den grossen Zeh abgerollt.
Flexkerben: Starke hintere, Aussensohle, für Belastungsspitzen des Fußaußenrandes.

Starke hintere, Aussensohle, für Belastungsspitzen des Fußaußenrandes.

Laufschuhhersteller haben längst auf dieses Phänomen reagiert und statten in der Regel diesen besonderen Belastungspunkt am Schuh mit einem extra starken, abriebfesten Aufsatz aus Karbongummi aus. Für alle, die nicht zur Mehrheit der sogenannten Rückfussläufer gehören, die zunächst über den äusseren Fersenbereich abrollen, haben sich die Laufschuhhersteller ebenfalls etwas einfallen lassen. Vor- und Mittelfussläufer nutzen Schuhe im vorderen Bereich am Ballen und auf der Aussenseite stärker ab.

Wenn Du Dir Deinen Laufschuh einmal näher von unten betrachtest, fällt auf, dass auch speziell diese Bereiche verstärkt wurden. So tut die Aussensohle den Bedürfnissen aller Läufer Genüge und leistet weitaus mehr, als mithilfe eines griffigen Profils in unwegsamen Gelände ausreichend Halt zu geben. Doch was hat es nun mit den Flexkerben auf sich?

Empfehlung: Um herauszufinden welcher Laufschuh der Beste für Dich ist besuche folgende Seite: www.laufschuhe24.com Hier lernst Du welcher Laufschuh für welchen Anlass Sinn macht. Du lernst was die richtige Passform ist um die richtige Auswahl Deines Laufschuhs zu treffen!

Sinn und Zweck von Flexkerben

Läufer pflegen meist eine zwiegespaltene Beziehung zu den Flexkerben in ihren Laufschuhen. Die Aussparungen in der Zwischen- und Aussensohle, die wir gemeinhin als Flexkerben oder Flexionskerben bezeichnen, können nämlich ganz schön lästig sein. Du hast es bestimmt auch schon erlebt, dass Du nach einer ausgiebigen Tour zunächst einmal Steinchen und Dreck aus den Zwischenräumen in der Sohle puzzeln konntest. Das ist mühsam und zeitaufwändig.

Flexkerben: Für ein möglichst schonendes und ergonomisches Abrollen.

Flexkerben: Für ein möglichst schonendes und ergonomisches Abrollen.

Dabei sind Flexkerben alles andere als lästig. Sie sorgen dafür, dass Dein Fuss möglichst ergonomisch abrollen kann, indem sie den ansonsten steifen und stützenden Schuh an der Sohle flexibel machen.

Das ist vor allem bei erhöhter Belastung, wie beim Laufen, nötig. Eine gesunde Abrollbewegung verhindert zu starke Schockeinflüsse auf die Gelenke und trägt dazu bei, dass Du Dich beim Laufen nicht verletzt. Gute Laufschuhe mit Flexkerben sind also wichtig.

Warum sehen Frauenlaufschuhe anders aus als Männermodelle?

  1. Hersteller setzen die Flexkerben je nach Modell an verschiedene Stellen und unterschiedlich tief. Manchmal finden sich die Aussparungen nur in der Aussensohle, zuweilen reichen sie bis in die Zwischensohle. Jeder Hersteller findet für seine Flexkerben eine eigene Bezeichnung.
  2. Grundsätzlich gilt, je tiefer die Flexionskerben, desto flexibler und biegsamer der Schuh. Mittlere Flexionskerben verbessern die Anpassungsfähigkeit des Schuhs an den Untergrund. So läuft es sich auch in unwegsamem Gelände bzw. auf unebenem Boden bequem, da der Körper harmonisch mit dem Untergrund verbunden wird.
  3. Beim Laufschuhkauf wird Dir auffallen, dass die Flexkerben bei Frauenlaufschuhen häufig tiefer ausfallen. Da Frauen im Normalfall flexibler sind und auch weiter aussen zuerst mit der Sohle aufkommen, sind die sogenannten Crash-Pads an der Ferse ebenfalls stärker ausgeprägt. Diese „Puffer“ mindern Erschütterungen, indem sie sich beim Bodenkontakt an den Untergrund anpassen.

Liebe Grüße, dein Tobias Rees 🙂

PS: Bei Fragen kannst du mir unten gerne einen Kommentar hinterlassen!


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